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Offenes Seminar für Frauen in der Führung

20. & 21. Juni 2024 – Baden bei Wien
Optische Wirkung für Frauen im Fokus – Business Style & Business Etikette

Veränderungen sind unvermeidlich. Doch sie können auch Angst machen. Deshalb ist es entscheidend, Menschen auf ihrem Weg an der richtigen Stelle abzuholen und mitzunehmen.

Doch wie findest du den richtigen Zugang?

Dazu möchte ich dir heute das 4-Zimmer-Modell von Claes F. Janssen vorstellen. Dieses Modell bietet eine hilfreiche Orientierung. Es unterscheidet vier typische Mindsets, die Menschen in Change-Prozessen durchlaufen.

Kenne den Ausgangspunkt, um die Route festzulegen!

Im ersten Zimmer, dem der „Zufriedenheit“, schätzt du den Status quo. Es herrscht Zufriedenheit und Optimismus, du fühlst dich in der aktuellen Situation wohl – ganz nach dem Motto „passt schon so.“

Welche Anzeichen gibt es?
  • Zufriedenheit und Wohlbefinden sind spürbar
  • Das Positive am Status quo wird betont
  • Es wird keine Notwendigkeit an Veränderung gesehen
  • Es besteht geringes Interesse an neuen Ideen
  • Kritiker*innen am Status quo wird mit Widerstand begegnet
Was wird benötigt?
  • Aufklärung – Nutzen und Notwendigkeit der Veränderung aufzeigen
  • Erfolgsgeschichten – mit positiven Beispielen den Mehrwert deutlich machen
  • Austausch – Dialog und Austausch fördern, um unterschiedliche Blickwinkel einzunehmen
Erste Anzeichen von Veränderung, das Gefühl „da kommt etwas auf uns zu“ oder die klare Kommunikation über bevorstehende Veränderungen können Menschen in das zweite Zimmer „Ablehnung“ führen.
Welche Anzeichen gibt es?
  • direkte Kritik und grundsätzliche Ablehnung
  • die Situation wird ignoriert
  • es wird um jeden Preis am Stauts quo festgehalten
  • Rückzug und Verweigerung der Beteiligung
  • Fokussierung auf Risiko und negative folgen
Was wird benötigt?
  • Transparenz – klare, ehrliche Informationen zu Beweggründen und Zielen. Erkläre das „Warum“.
  • Sicherheit – konkrete Informationen zur Auswirkung der Veränderung auf den persönlichen Arbeitsalltag
  • Wertschätzung – Ängste und Sorgen müssen ernst genommen werden

Im dritten Zimmer ist uns klar, die Veränderung kommt bzw. ist bereits im Entstehen. Wir sind uns bewusst, es führt kein Weg daran vorbei. Akzeptanz entsteht jedoch mit großer Skepsis und es herrscht „Verwirrung“.

Welche Anzeichen gibt es?
    • Verwirrung und Unsicherheit über die Zukunft entstehen
    • hoher emotionaler Stress und Anspannung bestehen
    • Widerstand und Frustration werden deutlich
    • Das Gefühl der Überforderung und Hilflosigkeit macht sich bemerkbar
    • mögliche Konflikte und Auseinandersetzungen werden transparent
 
Was wird benötigt?
    • Unterstützung – Angebote zur Unterstützung (Gespräche, Coaching, Training, …) schaffen
    • Orientierung – Sicherheit durch einen klaren Fahrplan, Strukturen und Abläufe bieten
    • Beteiligung – Mitsprache und Mitgestaltung ermöglichen
    • Teamspirit – Stärkung des Teamgeists und der Zusammenarbeit

Im vierten Zimmer beginnen die Akzeptanz und das Einlassen auf die Veränderung. Die „Erneuerung“ entsteht und Neugier macht sich bemerkbar.

Welche Anzeichen gibt es?
  • Akzeptanz und positive Einstellung entstehen
  • Beteiligung und Engagement kommen auf
  • konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge werden eingebracht
  • Optimismus und Zuversicht, dass die Veränderung Positives bringt, entwickelt sich
Was wird benötigt?
  • Anerkennung – würdigen und wertschätzen des Engagements und der Beteiligung
  • Feedback – kontinuierliches Feedback, was bereits erreicht wurde und wo sinnvolle Verbesserungen erfolgen
  • Verankerung – Überführen in den Arbeitsalltag, das Neue zum Status quo werden lassen

Wichtig ist, nie darauf zu vergessen: Jeder hat sein eigenes Tempo!

Veränderungen betreffen jeden unterschiedlich. Was für die einen schon Akzeptanz ist, ruft bei anderen noch Skepsis oder Ablehnung hervor.

Deshalb ist es wichtig, die individuellen Ausgangspunkte zu kennen. Abhängig davon, wie stark die eigene Arbeit betroffen ist und wie viel Zeit ich hatte, mich einzufinden, stehe ich vielleicht in einem anderen Zimmer als meine Mitarbeiter*innen und Kolleg*innen.

Finde den Ausgangspunkt, um die Route festzulegen!

Als Führungskraft und/oder Change-Treiber liegt es an mir, aufmerksam hinzusehen und zuzuhören. Mit Einfühlungsvermögen und Geduld gelingt es, die passenden Schlüssel zu finden, um alle Schritt für Schritt mitzunehmen. Den Wandel gemeinsam erfolgreich gestalten!

Du hast Lust, mehr darüber zu erfahren? Dann schreib mir, ich freue mich auf den Austausch.

Eure Petra

Hier findest du ein Handout mit den wichtigsten Infos zum Download.